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Glutenfrei backen - so einfach geht's!

Warum Sie auf nichts verzichten müssen


Ein leckeres Weizenbrötchen zum Sonntagsfrühstück oder hausgemachte Dinkel-Spaghetti Bolognese beim Lieblings-Italiener.

– Schlemmen ist doch was Tolles. Doch nicht für alle gestaltet sich das so einfach und unkompliziert.

Denn 2018 leiden fast eine Millionen Deutsche unter Zöliakie, einer Glutenunverträglichkeit, und müssen daher bei so manchen Lebensmitteln besonders aufpassen. Aber deswegen auf Kuchen, Nudeln, Brot & Brötchen verzichten? Auf keinen Fall, denn mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen, die mindestens genauso lecker sind!

Getreidefeld

Was ist Gluten & wo ist Gluten enthalten?

Gluten ist ein „Kleber-Eiweiß“ und ist in Getreide und Getreideprodukten aus Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und den Urgetreiden Einkorn, Emmer und Kamut enthalten. Gluten dient, wie der Name vermuten lässt, als eine Art Kleber und damit als Bindemittel von Teig.

Die Getreidearten unterscheiden sich zum Teil sehr stark in ihrem Glutengehalt. Während Weizen, Dinkel, Emmer und Einkorn sehr viel Gluten besitzen, haben Roggen, Hafer und Gerste nur einen sehr geringen Glutengehalt. Dementsprechend reagieren Allergiker unterschiedlich stark auf glutenhaltige Lebensmittel.

Das Grundproblem der Unverträglichkeit liegt im Verdauen des Glutens, denn beim Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln findet bei Betroffenen eine Immunreaktion im Dünndarm statt und die Dünndarmschleimhaut entzündet sich. Der Dünndarm hat in unserem Körper aber die wichtige Aufgabe, der Nahrung lebensnotwendige Nährstoffe zu entziehen, die somit eben nicht aufgenommen werden können.

Woran erkennt man eine Glutenunverträglichkeit?

Die Folgen, wenn bei einer Glutenunverträglichkeit trotzdem Getreideprodukte gegessen werden, sind zahlreich. Mögliche Folgen bzw. Symptome können sein:

  • Verdauungsprobleme
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Ständige Müdigkeit & Kraftlosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Depression & Gereiztheit
  • Konzentrationsstörungen & Motivationslosigkeit

Falls Sie vermuten unter Zöliakie zu leiden, sollten Sie am besten einen Arzt zurate ziehen.

Glutenfreie Alternativen

Es gibt definitiv Möglichkeiten, das Kleber-Eiweiß aus der Ernährung zu streichen. Suchen Sie nach schmackhaften, Ihnen noch unbekannten Alternativen (probieren Sie doch mal Goldhirse als leckere Beilage anstelle von Nudeln) oder suchen Sie ein entsprechendes Pendant (Kuchen backen gelingt auch wunderbar mit Reismehl statt Weizenmehl).

Für einen schnellen Überblick haben wir die wichtigsten Lebensmittel zusammengefasst:

  • Zum Backen für Brot, Kuchen oder Torten können Sie anstatt Getreidemehl (wie Weizenmehl oder Dinkelmehl) die glutenfreie Alternative wie beispielsweise Reismehl, Kichererbsenmehl, Buchweizenmehl, Kartoffelmehl, Sojamehl oder Mandelmehl verwenden.
  • Zum Frühstück können Sie anstelle des klassischen Müslis, welches meistens Haferflocken enthält, einen selbstgemachten Chia-Pudding probieren.
    Kleiner Tipp: Chia-Samen gehören zu den absoluten Superfoods. Falls Sie mehr darüber wissen möchten, schauen Sie doch mal in unserer Themenwelt über Superfoods vorbei!
  • Für Beilagen wie Nudeln und Co. gibt es eine Vielzahl von glutenfreien Alternativen: Reis, Hirse, Kartoffeln, Quinoa, Buchweizen, Linsen oder Kichererbsen.

Glutenfrei backen & kochen

Mehl ist DIE ZUTAT überhaupt, wenn es an‘s Backen geht. Aber auch für Speisen, die nichts mit Backen zu tun haben, ist Mehl ein hilfreiches Mittel, beispielsweise zum Verdicken von Soßen oder zum Panieren. Wie bereits in der Tabelle aufgezeigt, kann herkömmliches Getreidemehl aber ganz einfach durch vielfältige Alternativen ersetzt werden.

glutenfreies Brotbacken beim Hobbybaecker

Generell unterscheidet man in Bohnenmehle, Nussmehle, Stärkemehle, Kernmehle, Samenmehle, Vollkornmehle und Weißmehle, die zahlreich verschiedene Mehlsorten beinhalten, von denen die meisten wahrscheinlich nur einen Bruchteil kennen. Die unterschiedlichen Mehle variieren im Geschmack und können unterschiedlich verwendet werden.

Während Hanfmehl eher herzhaft im Geschmack ist, überzeugt Sesammehl durch eine süße, leicht nussige Note. Sollten Sie einen neutralen Geschmack bevorzugen, empfehlen wir beispielsweise Chiamehl.

Es gibt auch weitere Sorten, wie Dinkelmehl, Maismehl, Hafermehl, Reismehl, Buchweizenmehl und viele andere Mehle, die andere Eigenschaften besitzen.

Prinzipiell können Sie je nach Geschmack die Mehle flexibel einsetzen, allerdings sind manche mehr oder weniger gut für bestimmte Rezepte zu empfehlen. Maismehl eignet sich beispielsweise prima vorzüglich, um Pizza zu backen, allerdings eher weniger für Brot (abgesehen von Maisbrot). Andere glutenfreie Mehle wiederum sind neutral und vielseitig einsetzbar sind, wie etwa Reismehl.

Kleiner Tipp:

Im weiteren Verlauf zeigen wir Ihnen, welches Mehl Sie idealerweise für welchen Anlass benutzen können.

Backen ohne Gluten

  • Backen allgemein: Haselnussmehl, Hanfmehl, Amaranthmehl, Kartoffelmehl, Maisstärke, Tapiokamehl, Chiamehl
  • Brot backen: Kirchererbsenmehl, Bohnenmehl (für Baguettes), Walnussmehl, Kokosmehl, Kastanienmehl, Sesammehl, Mohnmehl, Leinschrotmehl, Hirsemehl, Süßkartoffelmehl, Reismehl
  • Süße Backwargen allgemein: Bohnenmehl, Sonnenblumenkernmehl, Reismehl, weißes Reismehl, Süßkartoffelmehl
  • Kuchen backen: Mandelmehl, Kokosmehl, Sesammehl, Mohnmehl
  • Kekse & Gebäck: Pistazienmehl, Cashewnussmehl, Pekannussmehl, Macadamianussmehl, Sesammehl, Quinoamehl
  • Pfannkuchen: Rote-Linsen-Mehl, Kirchererbsenmehl, Kokosmehl, Buchweizenmehl
  • Pizza: Sesammehl, Maismehl, Kirchererbsenmehl
  • Pasta: Kastanienmehl, Rote-Linsen-Mehl

Kochen ohne Gluten

  • Bindemittel/Verdickungsmittel von Soßen, Suppen & Süßspeisen: Erdnussmehl, Pfeilwurzelmehl, Tapiokamehl, Kartoffelmehl, Lupinenmehl, Amaranthmehl, Reismehl, Süßkartoffelmehl
  • Ersatz für Paniermehl: Haselnussmehl, Leinsamenmehl

So gelingen Ihnen glutenfreie Teige:

Beim Backen mit glutenfreien Mehlen müssen Sie ein Bindemittel hinzufügen, welches als „Kleber“ dient - normalerweise die Rolle des Glutens. Zum Binden eignet sich zum Beispiel Gelatine oder die vegane Variante Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl, Mais- oder Kartoffelstärke, Leinsamen oder Chia-Samen.

Woran erkenne ich glutenfreie Produkte?

Bei Lebensmitteln, die üblicherweise Weizen und Co. beinhalten würden, ist das durch die entsprechende Aufschrift „Glutenfrei“ auf der Verpackung vermerkt.

Übrigens: Damit ein Produkt in der EU als glutenfrei bezeichnet werden kann, darf es den Richtwert von 2 mg Gluten pro 100 g nicht überschreiten, so schreiben es die strengen Lebensmittelregeln vor.

Auch Symbole helfen Ihnen dabei, im Supermarkt-Dschungel den Durchblick zu bewahren. Denn viele Produkte sind zusätzlich gekennzeichnet, beispielsweise durch eine durchgestrichene Weizenähre oder Ähnliches. Die Hobbybäcker Produkte ohne Gluten erkennen Sie an dem eingetragenen Zeichen der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e. V.

Sollten Aufschrift und Symbol nicht vorhanden sein, genügt oftmals auch ein Blick auf die Zutatenliste. Denn alle im Produkt enthaltenen Allergene (inklusive Gluten) müssen aufgrund der Allergen-Kennzeichnungspflicht hervorgehoben werden.

Glutenfreie Produkte beim Hobbybäcker

In unserem Sortiment finden Sie viele Produkte, die Ihnen das Leben trotz Glutenunverträglichkeit leichter machen. Vor allem für Neulinge ist das Hobbybäcker Starter-Set mit 7 glutenfreien Lebensmitteln zu empfehlen. Ein praktisches Rundum-Paket, mit dem Sie auch kritische Freunde und Familienmitglieder von einer leckeren Ernährung ohne Gluten überzeugen werden.

Freunde der süßen Küche dürfen zwischen saftigen Brownies, klassischen und schokoladigen Muffins und dem Trendgebäck Macarons wählen. Für kreativere Spielereien empfehlen wir das glutenfreie Mehl für Süßes und Deftiges“, mit denen dem Sie glutenfreie Plätzchen, Pfannkuchen und andere Leckereien zubereiten können.

Da beim Hobbybäcker frisches, selbstgemachtes Brot natürlich nicht fehlen darf, führen wir 5 glutenfreie Brotbackmischungen, glutenfreies Baguette-Mehl und eine glutenfreie Pizzaboden-Backmischung.

glutenfreies Koernerkrustenbrot

Wie sinnvoll ist glutenfrei?

Selbstverständlich können Sie unsere glutenfreien Produkte auch probieren, wenn Sie keine Glutenunverträglichkeit haben. Allerdings empfehlen Experten, nicht komplett auf Gluten zu verzichten, wenn dies nicht unbedingt notwendig ist. Auch wenn immer mehr Menschen ohne Zöliakie auf die getreidefreie Ernährungsform schwören, konnte nicht bewiesen werden, dass diese Art der Ernährung für gesunde Menschen sinnvoll ist.

Für welche Lebensmittel Sie sich letztendlich auch entscheiden, haben Sie Spaß am Entdecken von neuen Produkten und Rezepten und bleiben Sie neugierig. Und wer weiß, vielleicht backen Sie ja schon bald den nächsten Sonntagskuchen mit Reismel statt mit Weizenmehl.



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Artikelnummer: 500487
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